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CEE-Verteiler

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CEE-Verteiler Ratgeber

Alles Wissenswerte rund um CEE-Verteiler — Auswahl, Normen und Anwendung.

CEE-Verteiler für Baustelle, Veranstaltung und Industrie

Ein CEE-Verteiler überführt eine zentrale Drehstromzuleitung sicher in mehrere abgesicherte Abnahmestellen – ob auf der Baustelle, bei einer Veranstaltung, im Hafen oder in der Werkstatt. In dieser Kategorie führen wir das vollständige Programm: Wandverteiler für die feste Installation, mobile Verteiler für den Einsatz vor Ort, robuste Bauverteiler nach BGI 608 für den Baustelleneinsatz sowie unsere eigenen SANOS-Verteiler in Vollgummi- und Kunststoffausführung.

CEE-Strömestärken: 16 A, 32 A oder 63 A?

Die Wahl der richtigen Stromstärke ist die wichtigste Entscheidung beim Verteilerkauf. Sie hängt von der Zuleitung, vom Anschlusswert der angeschlossenen Geräte und – bei mobilen Anwendungen – von der vor Ort verfügbaren Stromabnahme ab. Eine Unterdimensionierung führt zu thermischer Überlastung der Steckverbinder, eine Überdimensionierung zu unnötigen Kosten und überdimensionierten Kabeln.

Stromstärke Polzahl Leistung max. Typische Anwendung
16 A / 230 V 3-polig 3,7 kW Camping, kleine Baustelle, mobile Werkstatt
16 A / 400 V 5-polig 11 kW kleine Maschinen, Schweißgerät, Tauchpumpe
32 A / 400 V 5-polig 22 kW Baustelle, Veranstaltung, Industrieanlagen
63 A / 400 V 5-polig 43 kW Großbaustellen, Bühnentechnik, Containerverteilung
125 A / 400 V 5-polig 87 kW Schwerlasten, Hauptverteilung, Industrie

Beachten Sie: Die rote 5-polige CEE-Steckvorrichtung führt drei Außenleiter, einen Neutralleiter und einen Schutzleiter – sie liefert 400 V Drehstrom. Die blaue 3-polige Variante (Außenleiter, Neutralleiter, Schutzleiter) führt 230 V Wechselstrom und wird unter anderem im Campingbereich eingesetzt. Wer die Polzahl verwechselt, riskiert beim Anschluss elektronischer Verbraucher kapitale Schäden.

Wandverteiler oder mobiler Verteiler?

Wandverteiler werden permanent montiert und versorgen einen festgelegten Arbeitsplatz – Werkstattecke, Lager, Tankstelle oder PV-Anlage. Sie sind in der Regel direkt einspeisbar per Festanschluss oder über CEE-Wandgerätestecker. Mobile Verteiler verfügen über ein flexibles Anschlusskabel mit CEE-Stecker und werden bedarfsweise an unterschiedlichen Versorgungspunkten betrieben. Für die Baustelle existiert mit dem Bauverteiler nach DIN VDE 0612 / BGI 608 eine eigene Bauform mit verstärktem Gehäuse, integriertem FI und gesetzlich vorgeschriebener Prüfplakette.

Verteilertyp Anschluss Schutzart Einsatz
Wandverteiler Festanschluss oder Wandgerätestecker IP44 bis IP67 Werkstatt, Garage, Lager, dauerhaft
Mobilverteiler flexible Zuleitung mit CEE-Stecker IP44 oder IP54 Veranstaltung, Werkstatt, Außeneinsatz
Bauverteiler flexible Zuleitung, BGI-608-konform IP44 / IP54 Baustelle, gesetzlich geregelt
Vollgummi-Verteiler flexible Zuleitung IP44 / IP54 raues Umfeld, Industrie, Outdoor

FI-Schutz integriert oder nicht?

Für den gewerblichen Einsatz und auf Baustellen ist ein FI-Schutzschalter mit 30 mA Bemessungsdifferenzstrom für alle Schuko-Abgänge vorgeschrieben. Achten Sie beim Kauf auf einen FI vom Typ A oder F – bei modernen Verbrauchern mit Frequenzumrichtern (Pumpen, Werkzeuge mit Elektronik) ist Typ F oder B die korrektere Wahl. Verteiler ohne integrierten FI sind nur dort zulässig, wo die FI-Absicherung bereits an einer vorgelagerten Stelle erfolgt – etwa in der Hauptverteilung des Gebäudes.

Schutzart und Bauform: vom Bürobetrieb bis zum Außendienst

Die Schutzart nach IEC 60529 entscheidet darüber, ob der Verteiler unter den jeweiligen Bedingungen sicher betrieben werden kann. IP44 ist Standard für allseitigen Spritzwasserschutz, IP54 ergänzt zusätzlich Staubschutz, IP67 ist staubdicht und kurzzeitig wasserdicht. Vollgummi-Verteiler vom Typ SANOS bieten zusätzlich mechanische Robustheit gegen Schläge, Stöße und chemische Belastung – Standard in Industriebetrieben, Werften und im Bergbau.

Markenspektrum und Konfektion

Das Sortiment umfasst Verteiler von Mennekes, PCE, ABB sowie unsere SANOS-Eigenproduktion. Mennekes liefert die AMAXX- und AM-TOP-Serien als modulare Komplettlösung. PCE bietet wirtschaftliche Standardverteiler in IP44 und IP54. ABB ergänzt mit der Smissline-Reihe für Schaltanlagen und der eigenen IndustrialPlugs-Linie. SANOS-Verteiler werden bei C-E-E Manufaktur GmbH in Deutschland konfektioniert – inklusive individueller Bestückung nach Kundenwunsch auf Anfrage.

Passendes Zubehör für den vollständigen Aufbau Ihrer mobilen Stromversorgung finden Sie in den Kategorien CEE-Adapter, CEE-Kupplungen, CEE-Stecker sowie für die Zuleitung in der Übersicht der CEE-Verlängerungen. Für die Anschlussleitung empfehlen wir Gummileitung H07RN-F oder die robustere PUR-Variante. Vor- und nachgeschaltete Schutzkomponenten finden Sie unter Leitungs- und Personenschutz.

Sie planen einen Sonderverteiler mit individueller Bestückung – etwa mit RCM-Modul, Verbrauchszähler oder spezieller FI-Konfiguration? Sprechen Sie unsere Vertriebstechnik unter 06204 6016721 (Mo–Fr 08:00–16:00) an. Wir konfektionieren auf Wunschmaß.

Häufig gestellte Fragen

1 Welche CEE-Stromstärke brauche ich für meine Baustelle?
Für klassische Handwerksbaustellen reicht in der Regel ein 16-A- oder 32-A-Verteiler bei 400 V. Werden Schwerlastmaschinen, Kranbetrieb oder mehrere Schweißarbeitsplätze versorgt, ist 63 A oder 125 A erforderlich. Maßgeblich ist die Summe der gleichzeitig betriebenen Verbraucher zuzüglich eines Sicherheitspuffers von 20–30 Prozent.
2 Was ist der Unterschied zwischen einem 3-poligen und einem 5-poligen CEE-Verteiler?
Der 3-polige CEE-Stecker mit blauem Gehäuse führt einen Außenleiter, einen Neutralleiter und einen Schutzleiter – er liefert 230 V Wechselstrom. Der 5-polige CEE-Stecker mit rotem Gehäuse führt drei Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter und liefert 400 V Drehstrom. Drehstrom wird für Motoren, Schweißgeräte und industrielle Verbraucher benötigt, Wechselstrom für klassische Haushaltsgeräte und Camping.
3 Ist ein FI im CEE-Verteiler vorgeschrieben?
Für den gewerblichen Einsatz und auf Baustellen schreiben DIN VDE 0100-704 und DGUV Vorschrift 3 einen FI-Schutzschalter mit 30 mA Bemessungsdifferenzstrom für alle Schuko-Abgänge vor. Im privaten Bereich kann der FI auch an der vorgelagerten Stelle in der Hausverteilung sitzen. Im Zweifel immer Verteiler mit integriertem FI wählen – sie bieten Schutz unabhängig vom Anschlussort.
4 Was bedeutet die Schutzart IP44 oder IP67 bei einem CEE-Verteiler?
Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser. IP44 entspricht Schutz gegen festes Eindringen ab 1 mm Größe und allseitiges Spritzwasser. IP54 ergänzt Staubschutz, IP67 ist staubdicht und kurzzeitig wasserdicht beim Untertauchen. Für klassische Baustellen reicht IP44; für Außeneinsatz mit Niederschlag, Hafenbetrieb oder Tauchpumpenanwendungen wählen Sie IP54 oder höher.
5 Was unterscheidet einen Bauverteiler nach BGI 608 von einem normalen Mobilverteiler?
Bauverteiler nach BGI 608 erfüllen besondere mechanische und sicherheitstechnische Anforderungen für den Baustelleneinsatz: verstärktes Gehäuse, integrierter FI mit 30 mA, abgesicherte Schuko- und CEE-Abgänge, normierte Prüfplakette mit regelmäßiger E-Check-Wartung. Sie sind auf deutschen Baustellen für alle gewerblichen Arbeiten faktisch vorgeschrieben. Ein normaler Mobilverteiler kann diese Vorschriften nicht ersetzen.

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